Forschung

Zu meinen Forschungsschwerpunkten gehören die Regierungsforschung, das Regieren auf Landesebene (mit einem Schwerpunkt auf NRW), Koalitionsmanagement, Parteien und Wahlen. Meine Forschungsaktivitäten sind eng angebunden an die NRW School of Governance.
Derzeit arbeite ich konkret an folgenden Forschungsprojekten:

Drittmittelprojekt: NGOs und Politikmanagement (zusammen mit Maximilian Schiffers)

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) nehmen als politische Akteure eine besondere Rolle im System der organisierten Interessen bzw. der Zivilgesellschaft ein. Ihnen wird im Vergleich zu anderen politischen Akteuren ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Vertrauen zugeschrieben. Dennoch fehlt eine trennscharfe Abgrenzung zu anderen Interessengruppen, u.a. wie Mitgliedschaftsverbänden, Stiftungen, Think Tanks und Bürgerinitiativen.

Das Forschungsprojekt „NGOs und Politikmanagement“, das vom Gemeinschaftsausschuss der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft gefördert und von September 2017 bis 2019 durchgeführt wird, legt den Schwerpunkt auf NGOs als Interessenorganisationen im politischen Meinungs- und Entscheidungsbildungsprozess. Das Projekt untersucht die Rolle von NGOs als besondere Akteure der Interessenvertretung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Buchprojekt: Politik und Regieren in Nordrhein-Westfalen (mit Karl-Rudolf Korte und Sandra Plümer)

Wie wird in Nordrhein-Westfalen regiert? Welche Akteure und welche Institutionen sind an Entscheidungsprozessen der Landespolitik beteiligt? Welche besonderen Anforderungen stellt die politische Kultur in NRW an die Politiker an Rhein und Ruhr? Unser 2006 erschienenes Buch „Regieren in Nordrhein-Westfalen“ war die erste systematische Regierungslehre über das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland.

2006_Florack_Grunden_Korte_Regieren-in-NRW
Weitere Informationen und Bestellung

Das Buch wird ab 2018 systematisch und inhaltlich überarbeitet. Es vermittelt weiterhin – klar und verständlich – umfassendes Wissen über Institutionen, Akteure, organisierte Interessen und Machtkonstellationen in NRW. Neben den spezifischen Regierungsstilen der Ministerpräsidenten – Johannes Rau, Wolfgang Clement, Peer Steinbrück, Jürgen Rüttgers, Hannelore Kraft und Armin Laschet – wird aufgezeigt, welchen Herausforderungen sich Regierungshandeln in Nordrhein-Westfalen stellen musste, wie Problemlösungsstrategien entwickelt und notfalls gegen Widerstände durchgesetzt wurden. In der Neufassung wird zudem wichtigen inhaltlichen Feldern der Landespolitik breiterer Raum eingeräumt. So rücken die Felder Schulpolitik, Landeshaushalt, Energiepolitik und Kommunalverfassungspolitik stärker in den Fokus.

Neben Springer VS als herausgebendem Verlag konnten wir erneut die Landeszentrale für politische Bildung NRW als Kooperationspartner gewinnen.

Publikationsprojekt: Drei ist einer zu viel?! Koalitionsmanagement in Mehrparteienkoalitionen

Die Landtagswahlen der vergangenen zwei Jahre haben neue Koalitionsformate hervorgebracht. Neben den zum Teil beträchtlichen inhaltlichen Differenzen, die es in den neuen Regierungsformationen zu überbrücken gilt, stellen insbesondere die Regierungsbildungsprozesse eine qualitative Veränderung für das Regieren in den Ländern dar: Mit häufig drei regierungstragenden Fraktionen stehen auch etablierte institutionelle Arrangements des Koalitionsmanagements auf dem Prüfstand. „Dreierkoalitionen“ sind zwar nicht gänzlich neu, aber gehören doch bislang zu den Ausnahmeerscheinungen auf Länderebene. Insofern stellt sich die Frage, inwiefern etablierte Formen des Koalitionsmanagements in Zweierkoalitionen ohne Weiteres auf die neuen Dreierbündnisse übertragen werden können oder ob sie größeren Anpassungs-, Veränderungs- und Evolutionsprozessen unterliegen. Sind existierende Institutionen des Koalitionsmanagements geeignet, auch in Dreierkoalitionen kollektive Handlungsfähigkeit herzustellen? Wo zeigen sich Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit? Gibt es schleichende Anpassungs- und Evolutionsprozesse oder gar konkrete Ansätze zu gesteuertem Institutionendesign? Und von welchen Akteuren der Regierungsformation gehen Veränderungs- und Gestaltungsimpulse (nicht) aus?